Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften

Materialwissenschaftliche Beamline bei DELTA

Am Elektronen-Speicherring DELTA (Dortmund) und dem supraleitenden Wiggler SAW als hoch intensiver Röntgenstrahlungsquelle betreibt die AG Frahm ein komplexes Röntgenexperiment. Es ermöglicht speziell Strukturuntersuchungen mit Röntgenstrahlung an einer Vielzahl von Probensystemen, die von Festkörpern bis zu biologischen Systemen reichen. Möglich sind alle modernen Meßmethoden von Röntgenbeugung bis Absorptionsspektroskopie. Schwerpunktmäßig werden materialwissenschaftliche Fragestellungen behandelt. Mit der Experimentierstation ist wissenschaftliche Spitzenforschung möglich - in einzelnen Bereichen stehen sogar weltweit einmalige Möglichkeiten zur Verfügung (Zeitauflösung, Zirkularpolarisation, niederenergetischer Spektralbereich). Andere Synchrotronstrahlungsquellen in Hamburg (HASYLAB), Berlin (BESSY) und Karlsruhe (ANKA) können den Messzeitbedarf nicht annähernd decken. Für materialwissenschaftliche Anwendungen - speziell an Oberflächen oder Nanopartikeln - bietet die Röntgenabsorptionsspektroskopie einzigartige Möglichkeiten. Hierfür stehen aber in Deutschland derzeit für externe Nutzer keine dedizierten Experimente an Wigglern/Undulatoren zur Verfügung. Die Strahlführung nimmt insofern auf diesem Feld wegen der hohen verfügbaren Intensität eine besondere Spitzenstellung ein. Das Gerät wurde von der BUW mit Mitteln aus dem HBFG-Programm aufgebaut (ca. 2,8 Mio. €). Es wird von hier aus betreut und zusammen mit zahlreichen Arbeitsgruppen aus Hochschulen, Großforschungsinstituten und Industrie genutzt. Durch die räumliche Nähe zu DELTA ist es möglich, neben Forschung auch praktische Lehre an der Strahlführung durchzuführen und somit Studierende auf einem auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragten Gebiet auszubilden. An der Röntgenbeamline werden regelmäßig Exkursionen und Praktika durchgeführt, was Ausbildung auf höchstem aktuellen Niveau ermöglicht.

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