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Bergische Universität Wuppertal
Fakultät für Mathematik
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Die Idee des Herrn Foucault

Jean Bernard Leon Foucault wurde 1819 als Sohn eines französischen Verlagsbuchhändlers geboren. Nach einem Medizinstudium wechselte er zur Physik an die Pariser Sternwarte.

Sein erster Pendelversuch fand zu Beginn des Jahres 1851 in seinem Keller statt. Eine Messingkugel von etwa 5 Kilogramm Gewicht war an einem etwa 2 Meter langen Draht aufgehängt. Die Kugel wurde in Bewegung gesetzt, indem sie mit einem Faden an die Wand gezogen wurde und der Faden dann mit einer Flamme durchgebrannt wurde. (Auf diese Weise schwingt die Kugel genau durch die Ruhelage ohne Seitenbewegungen.) Beim ersten Experiment am 3. Januar 1851 riß ihm nach einiger Zeit der Draht, aber ein weiterer Versuch am 8. Januar 1851 war erfolgreich.

Die zweite Vorführung war dann am 3. Februar 1851 in der Pariser Sternwarte, wo ein rund 12 Meter langes Pendel (mit entsprechend langsameren Schwingungen) gezeigt wurde.

Schließlich machte Foucault eine dritte Vorführung Ende März 1851 in einer Pariser Kathedrale, dem Pantheon. An einem 67 Meter langen Draht hing eine 28 kg schwere Kugel, an deren Unterseite ein Stift mit jeder Schwingung Striche in einen Kreis aus feuchtem Sand schrieb. Mit jeder Schwingung wanderten die Striche und so zeigte Foucault eine (scheinbare!) Drehung der Schwingungsebene, in 24 Stunden um 270 Grad - so wie er es für Paris vorhersagte. Damit war die Erddrehung bewiesen! (Warum es 270 und nicht 360 Grad sind, wird später erklärt.)

Foucault pendulum im Pantheon (Paris)

Wie funktioniert nun ein Foucaultsches Pendel?